Foodcamp Vienna 2013: Alles rund um’s Essen

Am 25. Mai 2013 fanden sich rund 80 Essensinteressierte im Palais Sans Souci ein, um am Foodcamp Vienna teilzunehmen. Bei diesem Barcamp steht das Essen und alles was dazugehört im Mittelpunkt und wird in Sessions thematisiert. Dabei können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch selbst einbringen und eine eigene Session abhalten.

Das Palais Sans Souci war eine hervorragende Wahl als Location.

Das Palais Sans Souci war eine hervorragende Wahl als Location.

Los ging’s am Samstag bereits um 9:30 Uhr, wo wir gemeinsam gefrühstückt haben. Dabei wurden wir mit allem versorgt, was das Herz begehrt: guter Kaffee wurde für uns vor Ort frisch zubereitet und für den Hunger gab es ebenfalls eine große Auswahl, von Müsli bis hin zu Weckerl mit Käse bzw. Wurst. So gestärkt konnten wir in die erste Session um 10:15 starten – ich habe mir den Vortrag „Was den einen nährt, macht den anderen krank!“ von der Ernährungsberaterin Margit Fensl als Start ausgesucht. Dort haben wir erfahren, welche drei grundlegenden Stoffwechseltypen es gibt, und wie sich diese bevorzugt ernähren: Kohlenhydrattyp (Getreide, Gemüse), Eiweißtyp (Fleisch, fettigeres Essen) und der Ausgewogene Typ (Mischung aus beiden). Mitgenommen habe ich vom Vortrag, dass man darauf achten soll, was einem wirklich gut tut und schmeckt, denn das kann der Körper am besten verarbeiten und liefert auch entsprechend am meisten Energie.

Der Vortrag über die Stoffwechseltypen fand in der Dachlounge statt.

Der Vortrag über die Stoffwechseltypen fand in der Dachlounge statt.

Die nächste Session „Der Geschmack von Zitrus“ von Katharina Seiser sollte uns die große Artenvielfalt der Zitrusfrüchte näherbringen. So lernten wir vieles über Geschmack, Herkunft und Verwendung der diversen Sorten und zum Beispiel auch, dass wir wenn wir glauben „Mandarinen“ im Einkaufswagen zu haben, meistens Clementinen, Satsumas oder ähnliches kaufen – Kreuzungen die mit der eigentlichen Mandarine nicht mehr viel zu tun haben. Auch dabei waren Raritäten wie die „Buddhas Hand“, die statt einer runden Frucht aus mehreren chilischotenartigen „Fingern“ besteht. Viele dieser Früchte durften wir auch verkosten, beispielsweise eine Sorte namens „Limonade“. Es war sehr faszinierend die Unterschiede der Sorten zu schmecken, so gab es beispielsweise eine Zitrone, die eher süßlich als sauer schmeckte. Ein sehr gelungener Vortrag, der Lust gemacht hat, selbst mit den verschiedenen Zitrusfrüchten zu experimentieren.

Katharina Seiser stellt uns unter anderem die mitgebrachten Zitrusfrüchte aus dem Schönbrunner Schlossgarten vor.

Katharina Seiser stellt uns unter anderem die mitgebrachten Zitrusfrüchte aus dem Schönbrunner Schlossgarten vor.

Eine Bergamotte, deren Schale beispielsweise zum Aromatisieren des bekannten Earl Grey Tees benutzt wird.

Eine Bergamotte, deren Schale beispielsweise zum Aromatisieren des bekannten Earl Grey Tees benutzt wird.

Eine Sorte trägt den Namen Limonade.

Eine Sorte trägt den Namen Limonade.

Von der kulinarisch wertvollen Zitrusverkostung ging’s nun weiter zur nicht ganz ernst gemeinten Popin’ Cookin’ Session von Richard Haderer. Dabei bekamen die Teilnehmer ein Popin’ Cookin’ Set bereitgestellt und durften unter ausschließlicher Zuhilfenahme von Wasser „Sushi“ (bzw. eine süßes Imitat davon) basteln. Meist war es dazu nötig das im Set enthaltene Pulver mit Wasser zu vermischen bis es fest wird. Am besten lasse ich die Bilder sprechen:

Happy Popin' Cookin'. :)

Happy Popin‘ Cookin‘. :)

Aus den obigen Pulvern entsteht mit Hilfe des Werkzeugs unten „Sushi“.

Aus den obigen Pulvern entsteht mit Hilfe des Werkzeugs unten „Sushi“.

Der „Reis“ ist schon fertig. ;)

Der „Reis“ ist schon fertig. ;)

Das Endergebnis – sogar „Sojasauce“ war dabei.

Das Endergebnis – sogar „Sojasauce“ war dabei.

Nach diesen drei Sessions war es auch schon Mittag und wie schon beim Frühstück wurden wir hervorragend mit Köstlichkeiten versorgt. Neben Tortellini, Spätzle, etc. gab es auch frisch vom Koch zubereitete Fleischspezialitäten.

Der Koch beim Zubereiten des Mittagessens.

Der Koch beim Zubereiten des Mittagessens.

Am Nachmittag habe ich mir zuerst kurz einen Vortrag über E-Nummern angehört. Danach ging es zu einer Session mit dem Thema Fleisch von Theresa Rathhammer: Woher kommt es, welche Faktoren spielen bei der Produktion eine Rolle, usw. Später gab es dann noch eine Weinverkostung mit den Hista-Free Bio-Weinen vom Weingut Weiss, die besonders für Menschen mit Histaminintoleranz interessant sind, denn diese Weine enthalten nur eine kleine Restmenge an Histamin. Außerdem konnten wir einige Orange Wines verkosten: Dieser „Weißwein“ wird ähnlich wie Rotwein hergestellt. Die Schale der weißen Rebsorten werden hier während der Weinherstellung nämlich nicht sofort entfernt – auf jeden Fall ein interessantes und anderes Geschmackserlebnis.

Die Hista-Free Bio-Weine vom Weingut Weiss.

Die Hista-Free Bio-Weine vom Weingut Weiss.

Abschließend muss ich sagen, dass ich den Tag sehr genossen habe. Viele nette Menschen, interessante Sessions und hervorragendes Essen – das Foodcamp Vienna 2013 bleibt sicher in guter Erinnerung. Danke an Nina und Dani von The Coolinary Society für die Organisation und ebenfalls ein großes Danke an die Sponsoren, die das Event ermöglicht und uns neben der exzellenten Versorgung vor Ort auch ein riesiges Goodie-Bag mitgegeben haben.

Danke für das geniale Goodie-Bag!

Danke für das geniale Goodie-Bag!

Berichte anderer Foodcamperinnen und Foodcamper gibt’s hier:

 

 
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  1. vor 4 Jahren

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